Symposiums in Heidelberg  29.9.-1.10.2017

mit Helga Breuninger / Wilfried Schley, Philip Dao,
Klaus Hüllemann, Ortwin Meiss, Matthias Ohler,
Luise Reddemann, Mechthild Reinhard,

Gunther Schmidt, Hanne Seemann, Philip Streit
u.a.

 

zu „Würde und Mitgefühl in Psychotherapie, Beratung, Organisationen, Gesellschaft“

Zieldienliches, kompetentes Zusammenwirken in konstruktiver Ko-Existenz setzt voraus, dass zentrale Grundbedürfnisse in Interaktionen beachtet und gelebt werden, besonders Würde, Mitgefühl, Wertschätzung, Autonomie und Verbundenheit und Fairness.
Das Symposium bietet ein umfassendes Forum dafür, wie dies in verschiedensten Kontexten gestaltet werden kann.
(Dr. Gunther Schmidt)

 

Würde als Leitorientierung kann und sollte ein Grundgedanke jeder zwischenmenschlichen Begegnung sein, und damit auch von psychotherapeutischen Begegnungen.
Auch im Patientenrechtegesetz von 2013 spielt der Respekt vor der Würde des Menschen insbesondere im Aspekt des Respekts vor der Autonomie eine zentrale Rolle. PsychotherapeutInnen sind eingeladen sich damit zu beschäftigen, was eine Würdeorientierung konkret bedeuten kann.

Hier geht es um Themen wie Selbstbestimmung und Grenzen, Begegnung auf Augenhöhe ohne Wenn und Aber, Respekt vor Verletzlichkeit. Alle diese Themen sollen auf der Tagung reflektiert und auch selbst erfahren werden, indem die TeilnehmerInnen eingeladen sind, sich Würdeverletzungen im Alltag bewusst zu machen und sich zu fragen, ob diese alltäglichen Würdeverletzungen nicht auch teilweise in Psychotherapien vorkommen können. Denn immer mehr gewinnt Schnelligkeit vor ruhigem Erkunden und ein Interesse an Werten scheint zu schwinden.
(Prof. Luise Reddemann)